Bei vielen Zäunen stellt sich anfänglich die Frage, welches Fundament soll man machen, braucht man überhaupt ein Fundament?
Wenn Sie lange Freude an Ihrem Zaun haben wollen, lassen Sie sich gesagt sein, Sie brauchen ein Fundament! Auch wenn Einschlaghülsen einen Holzzaun ebenfalls Halt geben sollen, dies ist nicht von Dauer. Feuchtigkeit und Frost werden innerhalb eines Jahres Ihren Zaun zum wackeln bringen.
Die nächste Frage, die Sie sich stellen sollten: Brauche ich ein Streifen- oder ein Punktfundament? Sicherlich ist ein Punktfundament leichter auszuheben, aber der Mehraufwand für ein Streifenfundament ist gering. Leihen Sie sich einen kleinen Bagger für einen Tag aus und graben Sie ein Fundament 25 cm breit und 80 cm tief. Die Mehrkosten für den Beton sind ebenfalls gering.
Wollen Sie den Sockel des Fundaments sichtbar machen (z.B. 10 cm über der Rasenkante), sollten Sie den oberen Teil des Fundaments verschalen. Alternativ können Sie natürlich auch ein Fundament unter Niveau gießen. In diesem Fall endet das Fundament 5 cm unter der Rasenkante. Sie sparen sich die Verschalung, das Abziehen wird natürlich etwas komplizierter. Aus unserer Sicht ist dies aber die beste Variante. Sollten Sie später mal einen gemauerten Zaun in Erwägung ziehen, können Sie kleinere Ungenauigkeiten mit einer etwas dickeren Mörtelschicht ausgleichen.
Bevor Sie nun mit dem Aufbau des Zaunes beginnen, hier eine kleine Checkliste, was Sie alles brauchen: Zaunfelder, Tore, Pfähle, Halterungen, Winkel, Schrauben, Gewindestangen, Kleber, eine Wasserwaage, schwarzer Blocker, klebendes Alupapier. An Werkzeug benötigen Sie eine Schlag bohrmaschine, eine Säge, Maulschlüssel, Kompressor und eine Klebepistole.
Eine letzte Vorbereitung besteht im Schutz der Pfosten vor Feuchtigkeit. Dies ist notwendig, da die Pfosten zusammen mit den verzinkten Halterungen sich im Erdreich befinden werden. Wir empfehlen, das untere Ende mit schwarzem Blocker mehrfach anzustreichen und nach dem Trocknen mit wasserundurchlässigem, klebenden Silberpapier zu umwickeln. Da sich der Pfosten nie in stehendem Wasser befinden wird – es kann jederzeit nach unten durch die Halterung ablaufen – ist dieses Vorgehen für etliche Jahre mehr als ausreichend. Zusätzlichen Schutz könnte am Ende das Verschmieren der Fugen zw. Halterung und Zaunpfosten mit Zenusil bieten, so dass kein Wasser von oben rein laufen kann.
Fangen Sie mit den Toren an, da deren Position im allgemeinen nicht verrückbar sind. Danach bestimmen Sie die Abstände zwischen den Toren bzw. zw. Tor und Zaunende. Im Idealfall brauchen Sie Ihre Zaunfelder nicht stückeln. Wenn eine Stückelung erforderlich ist, so stellt sie nur bei geschwungenen Zäunen ein Problem dar. Hier empfehlen wir, die Latten des Zaunfeldes zu lösen und neu zusammen zu schrauben. Hierbei müssen je nach angestrebter Verkürzung mehrere Latten ausgelassen werden. Die kürzesten und die längsten Latten sollten aber nicht fehlen, da sie das Erscheinungsbild am stärksten beeinflussen.
Wenn Sie die Position der Tore ermittelt haben, spannen Sie von einem Ende des Zaunes zum anderen Ende eine Schnur und richten an der Schnur die Halterungen aus. Bohren Sie durch an den Ecken der Halterung ca. 10-15 cm tief in das Fundament. Nach dem Bohren sollten Sie mittels Kompressor die Bohrlöcher säubern. Die Löcher füllen Sie mit dem Betonkleber und stecken danach die Gewindestangen hinein. Sie sollten noch einige Zentimeter aus dem Loch rausragen. Entfernen Sie etwaige Kleberreste, da dieser so hart wird, dass Sie die Gewindestangen damit unbrauchbar machen würden. Nach ca. einer halben Stunde ist der Kleber getrocknet. Danach schrauben Sie eine Mutter auf jede Gewindestange und setzen auf diese Muttern die Halterung für die Pfosten drauf. Setzen Sie die Pfosten in die Halterung ein, verschrauben Sie die Pfosten und richten Sie danach die Pfosten mittels der unter der Halterung befindlichen Muttern aus. Sie haben sowohl die Möglichkeit, die Höhe als auch jegliche Kipprichtung im Nachhinein zu kompensieren. Nach Ausrichtung der Pfosten werden die Halterungen fest geschraubt und die Muttern gekontert.
Nach dem Aufstellen der Pfosten können die Zaunfelder angeschraubt werden. Auch hierfür gibt es mehrere Techniken. Möglich ist ein Verschrauben mit Winkeln, denkbar ist aber auch das Verschrauben der Querlatten der Zaunfelder von hinten an die Pfosten. In diesem Fall sind die Pfosten leicht nach vorn versetzt. Wer den Zaun lieber mittig der Pfosten anbringen möchte, muss auf die Winkel zurückgreifen. Hierbei ist allerdings zu bedenken, dass ein mittiges Anbringen der Zapfen und Bänder für die Tore einen großen Spalt zwischen Tor und Pfosten zur Folge hat. Empfehlenswerter ist hierbei das Anbringen von hinten an die Pfosten. Auf jeden Fall sollten Sie verstellbare Zapfen/Bänder benutzen, um sicher zu stellen, dass die Tore auch nach Jahren noch perfekt schließen.