Die Holzterrasse

Jeder, der den Wunsch verspürt, eine Holzterrasse zu bauen, muss sich früher oder später fragen: Welches Holz soll ich verbauen? Wie muss die Unterkonstruktion beschaffen sein? Wie viel soll es Kosten?

Entscheiden muss es am Ende jeder selbst. Aber ein paar Tipps möchte ich aus meiner langjährigen Praxis dennoch geben!

Eine Holzterrasse baut man im Allgemeinen nicht für die nächsten 5 Jahre. Es ist eine beachtliche Investition und darf dementsprechend ruhig ein paar Jahre länger halten. Aus diesem Grund rate ich zu Harthölzern wie zum Beispiel Bangkirai. Zwar gibt es auch einheimische Thermohölzer, die in Sachen Haltbarkeit den tropischen Harthölzern durchaus „das Wasser reichen können“, aber geruchstechnisch – besonders wenn das Holz nass wird - kann ich mich mit ihnen nicht anfreunden – aber dies muss jeder für sich entscheiden. Bezogen auf die Haltbarkeit ist so genanntes WPC, ein Gemisch aus Plastik und Holz, eine echte Alternative zum empfohlenen Holz, leider sieht es dem echten Holz nicht zum Verwechseln ähnlich.

Haben Sie sich für ein Holz entschieden, müssen Sie sich noch für die Art der Unterkonstruktion entscheiden. Prinzipiell gilt, Sie sollten die Unterkonstruktion aus dem selben Material bauen, aus dem die Holzterrasse ist. Das Mischen unterschiedlicher Holzarten ist auf Grund der unterschiedlichen Holzeigenschaften nicht empfehlenswert.

Auch wenn Sie sich für ein tropisches Hartholz entschieden haben sollten, die Unterkonstruktion sollte trocken liegen. Hierfür gibt es mehrere Methoden. Die einfachste Methode besteht darin, Rasengittersteine aufeinander zu stappeln. Diese verhindern den Bodenkontakt und bringen die Terasse auf die gewünschte Höhe. Hierbei muss natürlich darauf geachtet werden, dass der Boden, wenn er nicht natürlich gewachsen ist, zuerst ordentlich verdichtet wird.

Eine sehr gute Alternative zu den Rasengittersteinen ist die Verwendung von Procter. Dazu grenzen sie die Fläche der Terrasse mit Kantensteinen ein, füllen die innenliegende Fläche mit Procter auf und verdichten diesen. Darauf kommt eine Lage Flies, damit kein Unkraut durchwächst. Oben auf den Flies kommt eine Lage Kieselsteine. Diese dienen dazu, die Gehwegplatten aufzunehmen und in der Höhe auszurichten (an das Gefälle denken!). Auf die ausgerichteten Gehwegplatten können sie dann die Unterkonstruktion der Holzterrasse aufsetzen. Viel Erfolg!